Historie der Gordon Setter
Der seit 1820 gezüchtete Gordon Setter eignet sich vorzüglich als Vorstehhund und weist ebenso sehr gute Eigenschaften beim Suchen und Apportieren auf. Beim Einsatz auf der Jagd erweist sich der Gordon Setter als ein sehr ausdauernder und vor allen Dingen gelehriger Gefährte, der seinem Besitzer viel Freude schenken wird. Neben seinen guten Jagdeigenschaften wird er wegen seiner Ausgeglichenheit ebenso als treuer Haus- und Familienhund geschätzt. Seinem ausgeprägten Bewegungsbedürfniss sollte ausreichend Rechnung getragen werden.
Ursprung
Der Gordon-Setter wurde erstmals Anfang des 19. Jahrhunderts in Schottland gezüchtet, weshalb er zuweilen auch "Scottish-Setter" genannt wird. Den Namen Gordon-Setter trägt er zu Ehren von Duke Alexander of Richmond and Gordon. Der schottische Adelige und Hundefreund befasste sich auf seinem Schloß Fochabers in Banffshire, Schottland intensiv mit der Hundezucht und züchtete 1820 die ersten Gordon Setter. Der Gordon Setter ging in planmäßiger Zucht aus Bloodhounds, schwarzen Settern und Collies hervor. Auch Spaniels und Pointer sollen mit eingekreuzt worden sein. Der Gordon Setter gilt somit als die schottische Variante der Setter und ist zugleich deren jüngster Vertreter. Seine stattliche Erscheinung verdankt er seinem schwarzen Haarkleid, gepaart mit der kastanienbraunen, leuchtenden Brandung. Zusätzlich sorgt dafür seine, den anderen Setterrassen gegenüber komakterer Körperbau bei etwa gleicher Göße und Gewicht.
Geschichte
Vorstehhunde kennt man schon aus der Zeit vor unserer Zeitrechnung. In Zeiten der Flugwildjagd ohne Feuerwaffen war es um so wichtiger, über gut ausgebildete zuverlässige Vorstehhunde zu verfügen. Das Federwild wurde bevorzugt mit Netzen gefangen, die über die Verstecke geworfen wurden. Die Hunde hatten die Aufgabe, das Wild in die Maschen zu jagen und es dem Jäger anzuzeigen.
Diese meist schwarz - weissen, sogenannten "Vogelhunde" waren auf den britschen Inseln bereits im 15. Jahrhundert bekannt und vermutlich der Ursprung der Setterrassen. Sie hatten vor dem gestellten Wild sitzen zu bleiben und wurden daher auch "Setting Dogs" genannt, woraus im Laufe der Zeit das Wort "Setter" wurde. Des Weiteren sollen noch Spaniels und spanische Pointer, welche bereits im 16. Jahrhundert für ihre ausgezeichneten Fähigkeiten im Vorstehen und Anzeigen bekannt waren, an der Entstehung der Setterrassen beteiligt gewesen sein. Auch die seit Jahrhunderten in Frankreich gezüchteten Épagneuls sollen ihren Anteil an den Setterrassen haben.
In Groß-Britanien wurden im 17. und 18. Jahrhundert drei Settervarianten gezüchtet, die teilweise wieder mit anderen Rassen gekreuzt wurden. Erst ab Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Settezucht konsequenter betrieben. Seit 1820 züchtete der schottische Adelige Duke Alexander of Richmond and Gordon die ersten Gordon Setter. Mit seiner Robustheit und seiner kompakten Statur passt der Gordon Setter sich ausgezeichnet seiner schottischen Heimat an.
Um 1870 erlebte die Federwildjagd in Deutschland einen enormen Aufschwung. Damt einher ging auch die Verbreitung von Settern. Unter Förstern und Jägern wird der Setter seither als Vollgebrauchshund sehr geschätzt. Seit 1927 gibt es auch einen British Gordon Setter Club.










